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Einmal im Leben ...

... durch Wuppertal schweben. Dieser bekannte Werbeslogan der Stadt weist auf die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit Wuppertals hin: die Schwebebahn. Von 1898 bis 1903 erbaut, schlängelt sich das stählerne Schienengerüst mit einer Gesamtlänge von 13,3 km durch das tiefe Tal der Wupper und verbindet die ehemals eigenständigen Städte Vohwinkel, Elberfeld und Barmen. 70.000 Fahrgäste befördert das sicherste Verkehrsmittel der Welt täglich, das staufrei und mit einem Takt von wenigen Minuten seine Kreise zieht.

Zu verdanken hat Wuppertal die Idee zu seinem Wahrzeichen dem Kölner Industriellen Eugen Langen, der - inspiriert durch die Material-Hängebahn in seiner Fabrik - das bis heute unveränderte Prinzip der unter einer Schiene hängenden Bahnen entwickelte.

Besonders stolz ist man in Wuppertal auf den immer noch fahrtüchtigen Oldtimer, mit dem Kaiser Wilhelm II. im Jahre 1900 eine Probefahrt machte. Der deshalb als Kaiserwagen bekannte Zug wird noch heute für Hochzeiten, Festlichkeiten und andere besondere Anlässe genutzt.

Berühmte Wuppertaler

Doch aus Wuppertal stammt nicht nur die »eiserne Dame«, wie die Schwebebahn auch liebevoll genannt wird. Namhafte Persönlichkeiten wie Johannes Rau, Else Lasker-Schüler, Friedrich Engels oder auch Tom Tykwer nennen Wuppertal ihre Heimatstadt. Ebenso hat hier das weltberühmte Tanztheater Wuppertal, was durch Pina Bausch bekannt wurde, seine wurzeln.

Nach einem weiteren Prominenten aus dem Tal hat sich sogar ein Milchproduktehersteller benannt: Tuffi. Als Werbeaktion für den Zirkus Althoff stieg der kleine Elefant 1950 in die Schwebebahn ein. Allerdings gefiel im die Fahrt offensichtlich nicht besonders gut, denn er zertrümmerte die Seitenwand des Wagens und sprang in die Wupper, was ihm neben einer Schramme am Po einen bis heute sicheren Platz im Herzen aller Wuppertaler einbrachte. Noch heute erinnert ein Bild am Wupperufer nahe der Station »Alter Markt« an die Stelle seines Wuppersprungs.

[ ... to be continued ]

Martin Grandrath